Mira – die Geburt der Lebendigkeit

Von den Erfahrungen der Kindheit und Jugend geprägt, lebte ich ein Leben um anderen zu gefallen.
Es allen recht zu machen. Und vergaß dabei auf mich selbst.

Ich war eine Planerin. Verkopft und auf der Suche. Was wollte ich finden?

Um den zahlreichen Rollen als Ehefrau, Mutter, Hausfrau, Versicherungsangestellte, Gärtnerin, Freundin und, und, und,… zu entsprechen gab ich mir große Mühe. Nur zerrte das immens an meinen Kräften und laugte mich aus. Es entstand dabei das eigenartige Gefühl, fremdgesteuert zu sein.

Meine beiden Töchter wuchsen heran und mehr und mehr spürte ich diese Sehnsucht.
Eine Sehnsucht, dass da noch mehr war, was mich ausmacht.

Eines Tages schoss es wie ein Blitz durch meinen Kopf: Mit der Frage „Und jetzt … war das alles?“  sollte ich

schonungslos der Wahrheit ins Gesicht sehen und war am Wendepunkt meines Lebens angelangt.

Während meine „alte“ Welt um mich zusammenbrach, blieb diese von mir gefühlte Sehnsucht bestehen und war Motivation dafür, mich auf den Weg zu machen.

Ich kannte ja dieses so ganz besondere Gefühl recht gut. Diese innere Schönheit und Liebe, die ich während der beiden Schwangerschaften an mir wahrnahm und nach Außen strahlte. Diese Urkraft, der ich bei den Geburten meiner Töchter begegnet war.

Und ich spürte und wusste, dass dies ein Teil von mir war, der gelebt werden möchte. Ein Teil, dem sein wahrer Platz in mir gebührt.

Es war, als ob für diesen Samen, der über so lange Zeit in mir beinahe brachgelegen hatte, der Zeitpunkt gekommen war, sich den Weg ins Licht zu bahnen und zu wachsen.

Leise und sanft hat sie sich eines Tages wieder in mein Leben geschlichen. Sich ihren Raum zurückerobert. Meine innere Frau. Wunderschön, voller Lebensfreude und voller Vertrauen in die Kraft der eigenen Weiblichkeit.

Und so bin ich auf dem Weg. Gemeinsam mit den vielen anderen Frauen, die diesen Ruf ebenso verspüren und wissen, dass es ihre Aufgabe ist –  für sich selbst, für ihre Familien und um den nächsten Generationen den Weg zu bereiten.

Astrid Schad-Gotschy (52), Elsbethen

Erschienen in der WEGE

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