Pubertät begleiten

Pubertät begleiten

Was bedeutet Pubertät begleiten?

Vor zwei Jahren leitete ich eine gemischte Gruppe von 5 Mädels und Jungs zwischen 7 und 12 Jahren an, Mathematik angstfrei zu erleben. Die Eltern hatten die Kinder dazu angemeldet, weil diese in der Schule auffällig waren und Probleme hatten.

Von Termin zu Termin entwickelten sie ihre Begeisterung für dieses umfangreiche Thema, und es war beinahe überwältigend für mich zu beobachten, mit welcher Motivation und mit welchem Ideenreichtum die Kids daran gingen, Mathematik in diesem von mir zur Verfügung gestellten „angstfreien Raum,“ zu erforschen.

Es vergingen eineinhalb Jahre…

… bis ich die Rückmeldung einer Mutter erhielt, dass sich die Leistungen ihres Sohnes Andreas in der Schule allgemein und ganz speziell in Mathematik um ein Vielfaches gesteigert hatten. Ihr fiel auch die Neugier auf, die er seit seinem Kursbesuch wieder ganz natürlich an den Tag legte.

Die Mutter wusste darum, wie wesentlich es ist, Kinder im Alltag richtig zu begleiten. Deshalb investierte auch sie ihre Zeit, um sich im natürlichen und sozialen Lernen weiterzubilden. Denn nur so konnte sie das Verständnis dafür entwickeln und erkennen, was ihr Sohn zu jedem Zeitpunkt von ihr benötigt.

In der Zwischenzeit ist Andreas 15 Jahre, und voll in der Pubertät angekommen. Für eine alleinerziehende Mutter eine Riesenherausforderung.

Gestern rief sie mich an…

…und erzählte mir begeistert davon, dass Andreas gerade auf Englisch ein Buch zu einem Thema gelesen hat, das ihn faszinierte. Er hätte zu ihr gesagt, dass er jetzt wüsste, wozu sie diese ganzen Ausbildungen gemacht hat. Und er würde ihr das Buch auf Deutsch besorgen, damit auch sie versteht, worum es geht.

Ich musste herzlich lachen.
Nur: Andreas möchte jetzt noch mehr zu diesem Thema erfahren. 
Und: Was ist jetzt als Mutter meine Aufgabe ?

Am allerwichtigsten in einer solchen Situation ist es,  den Jugendlichen so zu begleiten, dass er in seiner Faszination keinesfalls gestoppt wird.

Im Gespräch stellte sich heraus, dass ich einen „Experten“ empfehlen konnte. Folglich setzte sich Christiana, so heißt die Mutter von Andreas, sofort in Verbindung und vereinbarte einen Termin für ein Kennenlernen,  damit Andreas den nächsten Schritt gehen kann.

Pubertät begleiten -Wow, wie spannend!

Und wie wunderbar wir als Eltern dazu beitragen können, dass unsere Kinder ihr Potential entdecken und entwickeln! Welche Leichtigkeit entsteht bei einer Mutter, wenn sie merkt, dass nicht alles alleine auf ihr lastet, sondern dass es Menschen gibt, die sie bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe unterstützen.  

Astrid Schad

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